Trance für Kunstliebhaber

Ich beginne meinen Blog mit einer Trophäe: dem Plakatmotiv von “Trance – Gefährliche Erinnerung”, dem aktuellen Psychothriller von Danny Boyle, handsigniert vom Regisseur. Es war fast ein bisschen wie in dem Film, den wir gerade bei einem Screening vor dem offiziellen Kinostart gesehen hatten:  Ich stand mit den Losnummern unserer Tickets in der Galerie Lumas und hatte das sekt-seelige Gefühl, jetzt gleich einen der drei ausgelosten Preise zu gewinnen.

Trance-Filmmotiv, in Bläschenfolie verpackt

Plakatmotiv in Bläschenfolie

Doch der Reihe nach, worum geht es eigentlich, was hat Lumas mit “Trance” zu tun? Oft scannt man seinen Spam-Ordner ja nur schnell nach den üblichen Verdächtigen, die man nicht unbedingt lesen muss, aber kann, und die sonst das normale E-Mail-Fach überlaufen lassen würden. Folgende Betreffzeile machte mich aber doch neugierig: “LUMAS präsentiert: Exklusive Preview zum Film TRANCE – Gefährliche Erinnerung”. Die Mail wurde geöffnet – und ich konnte mich für das Vorab-Screening anmelden. Manchmal lohnt es sich eben doch, die Newsletter zu lesen, zu denen man sich so anmeldet.

Natürlich war ich nicht die einzige, die den Newsletter gelesen hatte. Ich wusste nicht, dass so viele Menschen in den Kinosaal passten, aber als die ersten Nummern der Verlosung Zahlen über 300 waren, wurde meine Gewinn-Sicherheit doch etwas ernüchtert. Schließlich durfte ich aber doch noch den ersten Preis im wahrsten Sinne des Wortes “einheimsen”, es ist quasi mein erstes Bild von Lumas, und ich weiß auch schon eine leere Stelle in meiner Wohnung.

Die Rückseite des Bildes, mit Aufklebern der Galerie Lumas versehen

Mein erstes Bild der Galerie Lumas

Daneben könnte ich eigentlich ein anderes Bild hängen, das ich mal im Anschluss an eine Assistenz bei der Galerie Frenhofer von dem Künstler Manfred Heinze geschenkt bekommen hatte … Ob ich wohl auf die Art und Weise irgendwann mal eine eigene kleine Sammlung zusammen bekommen würde? Die Menschen werden ja immer älter. Wenn ich also alle fünf Jahre ein Bild kriegen würde, bräuchte ich nur noch ein halbes Jahrhundert für eine präsentierfähige Sammlung. Geduld ist alles, was der Mensch braucht.

Das erinnert mich daran, dass ich mal zusammen mit einer Freundin ihren Onkel irgendwo in Hamburg besuchen kam, in dessen Wohnzimmer echte Schätze hingen … zwar vor allem Zeichnungen und kleinere Aquarelle, aber waren da nicht sogar Picasso und Dalí dabei? Und viel Hundertwasser. Es ist schon eine ganze Weile her, vielleicht schon zehn Jahre, die Details habe ich wohl verdrängt. Ich durfte damals auch nicht dort übernachten, aber bei solchen Wertgegenständen kann man Fremden gegenüber auch schon mal etwas misstrauischer sein. Der gute Mann hat diese Kunstwerke zum Teil wohl auch über seine Kontakte ergattern können, da er als Journalist gearbeitet hatte, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Zumindest für Hundertwasser könnte das zutreffen, der ist jung genug dafür. Vielleicht treffe ich auch noch mal meinen eigenen persönlichen Hundertwasser, an der Schwelle zur Bekanntheit bzw. kurz davor, damit ich ihn mir auch leisten kann.

Trotz des hochsommerlichen Wetters kamen jedenfalls an diesem Montag Abend im August jede Menge Menschen zusammen, um gemeinsam umsonst ins Kino zu gehen. Es gab ein wenig Werbematerial beim Empfang der Karten, unter anderem auch die Losnummern, eine Mini-Ausgabe des Plakats im Postkartenformat und ein gelbes Festival-Bändchen, aber insgesamt war Lumas dezent zurückhaltend vertreten bei dieser Aktion. Zwei sehr kurze Reden gab es natürlich noch, aber eine Einladung zum Sektempfang im Anschluss an den Film mit dazugehöriger Verlosung gehört doch zu den angenehmeren PR-Aktionen, die man so erleben kann. Im Film geht es übrigens um den Raub eines Goya-Gemäldes und um Gedächtnisverlust und das Verschwimmen von Erinnerungen, Hypnose und Realität und die, wie der deutsche Untertitel des Films schon sagt, “gefährliche” Verwirrung, die daraus entstehen kann.

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